Eine unmaßgebliche Stellungnahme zum Bilderstreit und Bilderverbot Mohammed Karikaturen neven Muslime
Abgegeben von der Studiengruppe RDW, siehe HAUPTSEITE. Warnung: Text und Abbildungen sind für Gläubige nicht geeignet. Das gilt auch für unser VIDEO diesem Thema.
Da fehlt nur noch ein Mohammed-Selfi
Ungewisse abendländische Kreise benutzen neuerlich sogenannte Mohammed-Karikaturen, um eine quasi religiöse Grundstimmung zu erzeugen. Frage jetzt: Warum der Umweg über den Propheten des Islam, geeigneter wären doch schöne Bildchen mit dem westlich orientierten, ans Kreuz genagelten Jesus Christus, was sich ja bei den Kreuzzügen bestens bewährt hat? Insider haben uns zugeflüstert: Man möchte sich eben nicht nachsagen lassen, man predige einen Kreuzzug. Es handelt sich somit um eine Verleugnung Jesu von petrihaften Ausmaßen. (Petrus, Freund und Jünger, Fels und angeblich erster Bischof von Rom). Schlimmer noch: Niemand macht sich Gedanken, was der Religionsstifter, in Erwartung des Jüngsten Gerichts sitzend zur Rechten Gottes, von dieser Kränkung hält. Wir haben durchaus unsere Probleme mit dem Nazarener, aber in dieser Sache sieht er uns an seiner Seite. Lasst Mohammed aus dem Spiel, zurück zu Jesus Christus.
Angeblicher Mohammed macht ein Selfi
Jetzt Mal im Ernst. Wir bitten den Propheten, so ihm das nicht gefallen sollte, um Vergebung. Ebenso hoffen wir, dass die Redaktion von Charlie Hebdo uns nicht böse ist, weil wir ihr rühendes Original so verhunzt haben.
Anlass und Bewegründe unserer Stellungnahme
Die beiden Bildchen wurden und mit verschiedener Post anonym zugespielt, das rechte mit folgender Legende:

Der friedliebende Prophet ist tief betrübt wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe und nimmt ablehnend zu dem angeblichen Bilderverbot Stellung.

Zwecks Begutachtung des Materials berief ich eine Sondersitzung der Gruppe im Gasthaus Mutter Ernst ein. Auszüge aus dem Protokoll:

Erste Fragen: Welches ist echt, welches gefälscht? Wer hat sie uns zugestellt? Einer von uns, um den Witzbold Mal rauszulassen? Alle murmelten etwas und schüttelten die Köpfe. Schweigen, allgemeines Grübeln. Schließlich erklärte Konrad zur allgemeinen Zufriedenheit:

Während beide Bilder als Fälschungen von unbekannter Seite anzusehen sind, also nicht den Propheten zeigen, macht die Legende den Eindruck einer echten Fatwa.

Frage jetzt: Wer hat sie erlassen? . Konrad tippte auf einen ihm bekannten Moscheeverein in Offenbach und rief an, aber da ging keiner dran. Kurt, der ja fast alles weiß, holte nun aus:

Es gibt da eine Geschichte mit mehrere Versionen, nach der Mohammed auf dem Rücken von Ali sitzend - oder umgekehrt? - in Mekka - oder Medina? einen steinernen Götzen - oder einen hölzernen? von einem Sockel stieß. Der Sinn war klar: Ihr sollt Allah verehren und sonst niemanden. Nicht originell, weil ohnehin Erstes Gebot, aber schaden kann's nicht, sonst landen die Opfergaben bei den Falschen. Ansonsten hat sich der Prophet in dieser Angelegenheit nicht geäußert. Nimmt man die Erzählung ernst, hat Prophet keine Bilder von sich verboten, sondern die Verehrung von Götzenbildern. Da kein Muslim auf die Idee kommen wird, eine Karikatur anzubeten, besteht kein Grund zu Aufregung. Bleibt die Frage: Können sich Allah und der Prophet beleidigt fühlen.

Alle schüttelten den Kopf.

Richtig. Beide sind so groß, und beiden wird das täglich auch noch aus unzähligen Mündern bestätigt, dass sie sich von einem kleinen, zudem ungläubigen Erdenwurm nicht anpissen lassen.

Konrad warf ein anpissen sei unter der Gütelinie und könnte verärgern. Darauf Kurt:.

Fällt zwar unter Meinungsfreiheit, aber „anpissen" muss nicht sein. Geändert in „anmachen". Jetzt heißt es gleich wieder „Schere im Kopf". Du kannst sagen was du willst, irgend jemand regt sich immer auf. Der Zeitgeist bibbert vor Erregung. Die neue Lust am aufgeregt Sein.

Ich warf ein, das sei blankes Feuilleton. Kurt, daraufhin wieder sachlich::.

Im übrigen möchte ich unsere beiden Theologen fragen, warum sich Juden, Christen und Muslime so klein machen vor Gott und fortgesetzt seine Größe preisen? Größer kann er doch nicht werden. Gott, sofern es ihn gibt, hat er das ganze Universum geschaffen. Als er fertig war, hat er sich selbst gelobt. Und doch soll er darauf bestehen, ständig weiter gelobt und gepriesen zu werden. Also ich stelle mir einen großen Gott anders vor.

Die Theologen sagten zu, darüber nachzudenken. Dann der Schlachtruf: Apfelwein!