8 Die Fleischwerdung von Eva und Jesus

8.1 Chancen für das Klonprojekt

Wenn Gott den Plan, einen Klon von Jesus zu erschaffen, nicht billigt, wird er en Betreibern Einhalt zu gebieten. Sofern die Bibel recht hat, ist er allerdings nicht im Prinzip gegen jede Form des Klonens.

8.2 Eva ein Klon?

Genesis 2,21-23. Gott entnimmt Adam unter Narkose eine Rippe.

Gott der Herr ließ einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Gott der Herr baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu.

Hier steht klipp und klar, dass Gott allein aus der Erbinformation der Zellen Adams eine Frau machte. Ergo ist Eva ein Klon. Adam sieht das auch so:

Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein, Fleisch von meinem Fleisch.

8.3 Die Fleischwerdung Jesu im Neuen Testament

Die einen schreiben so, die anderen so. Ganz geheuer war sie wohl keinem der Autoren.
8.3.1 Ratlose Autoren

Das im neuen Testament beschriebene Verfahren der Menschwerdung Jesu ähnelt ja dem modernen Klonen, insoweit es ohne Sperma auskommt. Die Autoren des Neuen Testaments stehen dem Problem einer Empfängnis ohne Samenspender aber noch ratlos gegenüber. Einer löst das Problem elegant. Sein Jesus hat keinen Vater, und wie er gezeugt und geboren wurde, lässt der Autor offen.

8.3.2 Die Familie Jesu im Markus-Evangelium

Jesus besucht seine Heimatstadt. Die Leute fragen sich (Mk 6,3):

Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon. Leben nicht seine Schwestern hier unter uns?

Ein Oberhaupt der Familie namens Joseph wird von den Bearbeitern des Markus-Evangeliums eingeführt. Ebenso wie der Heilige Geist.

8.3.3 Wenig einfühlsames Vorgehen des Heiligen Geistes

Er macht, dass Maria schwanger wird, ohne sie vorher zu informieren oder sich vorgestellt zu haben. (Mt 1,18):

Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte es sich, dass sie ein Kind erwartete, durch das Wirken des Heiligen Geistes.

Josef ist ratlos und will sich von ihr trennen, da erscheint ihm ein Engel im Traum. Der sagt, er solle bei Maria bleiben, denn (Mt 1, 20):

Das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.

Ob Joseph das der Maria beigebracht hat, wird verschwiegen.

8.3.4 Frauenfreundlicher Engel

Der Autor des Lukas-Evangeliums lässt den Engel auftreten, bevor es passiert ist. Er besucht Maria selbst und sagt zu ihr (Lk 1,31):

Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben.

Maria zweifelt am Gelingen und bedeutet dem Engel, dass sie keinen Geschlechtsverkehr gehabt habe. Darauf sagt dieser (Lk 1,35):

Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.

Dabei benutzt er die bewährte Körperöffnung. (Lk 2, 28):

... man gab ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoss seiner Mutter empfangen wurde.

8.4 Fazit:

Die Autoren der Evangelien haben keine genaue Vorstellungen über das Zeugungsverhalten ihres Heiligen Geistes. Insgesamt scheint aber der Gott der Bibel das spermalose Verfahren nicht abzulehnen. Sollte er es aber für seine Domäne halten, müssen alle mit einer entsprechenden Verärgerung rechnen, die eine Nachahmung erwägen.

© Studiengruppe RDW

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