11 Bedenkliche Konsequenzen einiger Leitsätze Jesu

11.1 Agitation für den Ausstieg

Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache empfangen. Jetzt in dieser Zeit: Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen und in der kommenden Welt das ewige Leben.

So Markus (10,29) und Matthäus (19,29). Eine deutliche Anweisung, auf Eigentum zu verzichten und die eigene Familie zu verlassen.

11.2 Absage an die materielle Reproduktion

Matthäus (6,25) und Lukas (12,22):

Sorgt euch nicht, um euer Leben und dass ihr etwas zum Essen habt, noch um euren Leib, dass ihr etwas zum Anziehen habt ...

11.3 Wirtschafts- und sozialpolitische Katastrophe

Eine massenhafte Befolgung dieser Anweisungen hätte schon die damaligen Volkswirtschaften schwer beschädigt, in kapitalgestützten wäre eine Katastrophe die Folge. Es ist zu befürchten, dass die Propagandisten einer Wiederbelebung Jesu gerade diese Anweisungen für sich ausschlachten werden. Eine Fehllenkung vieler, am allgemeinen Materialismus verzweifelnder junger Menschen wäre unvermeidlich, ebenso wie eine Desorientierung der christlichen Wählerschaft. Der Konsum bricht ein, die Aktienkurse gehen in den Keller, die Leute waschen sich nicht mehr, lungern in Lumpen auf autolosen Gassen. Endzeitstimmung allenthalben.

11. Was tun?

11.4.1 Tenor einer gemeinsamen Erklärung der Kirchen

Jesus hat die Familie nicht vorleben können, da er auf die Gründung einer eigenen verzichtete. Überliefert sind vor allem die Worte Jesu, die er an einige von ihm auserwählte Männer richtete, zu denen er sich hingezogen fühlte und die selbst frauen- und arbeitslos waren. Wir sind überzeugt, dass sich Jesus gegenüber verheirateten Erwerbspersonen positiv über Familie und Arbeit geäußert hat, was aber den Evangelien-Autoren offensichtlich entgangen ist..

11.4.2 Appell an die C-Parteien

Die wirtschaftspolitischen Stellungnahmen von Jesus Christus sind der Jugend des Heilands wegen entschuldbar, ebenso wie sein sozialrevolutionäres Auftreten. Hier gilt der alte Satz: Wer in der Jugend kein Kommunist war, wird nie ein guter Konservativer. Hätten seine Verfolger ihn nicht in der Blüte seiner Jahre umgebracht, wäre er im reiferen Alter mit Sicherheit von allen radikalen und pseudolinken Positionen abgerückt.

© Studiengruppe RDW

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