3 Fälschungen von Reliquien amtlich

3.1 Selbstzeugnisse auf höchster Ebene

Laterankonzil Rom 1215:

(62) Reliquien dürfen nur in Gefäßen gezeigt werden und nicht zum Verkauf ausgestellt, neue nicht verehrt werden, ohne vom Papst approbiert worden zu sein. Bisher geschah es oft, dass man die Wallfahrer zu fremden Kirchen durch allerlei Lügen und falsche Urkunden täuschte. Die Prälaten dürfen dies nicht mehr gestatten. Ebenso haben auch die Almosensammler (Ablassprediger), die sich für andere ausgaben, in ihren Predigten Falsches versprochen. Es darf darum keiner mehr zugelassen werden ohne Schreiben des Papstes oder Diözesanbischofs. Weiterhin müssen die Almosensammler bescheiden sein, dürfen nicht in Wirtshäusern übernachten, keinen großen Aufwand treiben, nicht ein fingiertes Ordensgewand tragen.

Konzil in Ravenna 1311:

(5) Die Bischöfe müssen alle Reliquien prüfen und die Ausstellung der unechten verbieten.

Allmählich wurden die Ablasshändler offenbar zur Landplage. Die Kirchenversammlungen in Köln und Mainz befinden:

Die Quästoren dürfen nicht falsche Reliquien und Glöckchen mitführen, auf Straßen predigen oder Ablässe von Tür zu Tür tragen ... Diese verhassten Menschen zeigen falsche Reliquien und erdichten Wunder ...

© Studiengruppe RDW

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siehe auch und